Viele Rega Einsätze über Ostern

08.04.2026 PS
Hb Tic Rega Lausanne Landung 1
Erster Rega Airbus H145 D3 Helikopter landet in Lausanne (Foto: REGA)

Die Helikoptercrews der Rega waren am verlängerten Osterwochenende stark gefordert. Zwischen Karfreitag und Ostermontag flogen sie schweizweit über 190 Einsätze.

Den grössten Anteil machten Wintersportunfälle sowie akute medizinische Notfälle aus. Bei Einsätzen in schwierigem Gelände kam zudem häufig die Rettungswinde zum Einsatz. Die besonders guten Wetterbedingungen über die Ostertage führten dazu, dass viele Menschen ihre Freizeit im Freien verbrachten, insbesondere beim Skifahren. Entsprechend kam es zu zahlreichen Einsätzen aufgrund von Wintersportunfällen oder Lawinen.

Die Crews der Rega leisteten zudem Hilfe für Patientinnen und Patienten mit akuten Erkrankungen oder standen im Einsatz nach Arbeits-, Verkehrs- oder Freizeitunfällen. So musste am Freitagabend in der Nähe von Troinex (GE) eine Gleitschirmpilotin gerettet werden, nachdem sie im Landeanflug aus mehreren Metern Höhe abgestürzt war.

Mehrere Rettungswinden-Einsätze

Das Wochenende war geprägt von zahlreichen anspruchsvollen Einsätzen, bei denen die Rettungswinde eingesetzt wurde. In der Schweiz sind alle Rega-Helikopter mit einer Rettungswinde ausgerüstet und die Crews entsprechend ausgebildet.

Oberhalb von Engelberg (OW): Am Freitag forderten zwei blockierte Alpinisten unterhalb des Graustocks Hilfe an. Gemeinsam mit einem Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) konnten sie kurz vor Einbruch der Dunkelheit mit der Rettungswinde evakuiert werden.

Rochers-de-Naye (VD): Am Samstagnachmittag verletzte sich ein Trailrunner bei einem Sturz im Gelände schwer. Aufgrund einer beidseitigen Schulterluxation konnte er selbst keinen Notruf absetzen. Dank eines Begleiters konnte die Crew aus Lausanne den Verunfallten lokalisieren, an der Rettungswinde ausfliegen und ins nächste, geeignete Spital transportieren.

Areuse-Schlucht (NE): Am Sonntag stürzte ein Wanderer in unwegsamem Gelände. Aufgrund der engen Verhältnisse arbeiteten der Rega-Notarzt und drei Bergretter der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) eng zusammen, um den Patienten zu sichern und in eine Position zu bringen, von der aus eine Rettung per Winde möglich war. Anschliessend wurde der Verletzte sicher aus der Schlucht geflogen und ins Spital gebracht.

Gutes Wetter führt in der Regel zu mehr Einsätzen

Allgemein widerspiegeln die Einsatzzahlen der Helikoptercrews die Wetterbedingungen, das Freizeitverhalten und die Reisetätigkeit der Schweizer Bevölkerung sowie ausländischer Touristen in der Schweiz. Das sonnige Osterwochenende führte zu rund 60 Prozent mehr Helikoptereinsätzen als am Osterwochenende 2025, welches von durchzogenem Wetter geprägt war.

Rega

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